Daten & Fakten

Billard – die „Kunst der Kugeln“ (aus dem französischen „bille“ für Kugel und „art“ für Kunst) – wird ab Mitte des 15. Jahrhunderts erstmals auf Billardtischen gespielt. Zuerst erobert das Spiel den europäischen Adel, danach das Bürgertum. Um 1850 werden in England erste Formen von Spieler-Verbänden gegründet und eine Turnierszene organisiert, bald darauf Amateur- und Profi-Weltmeisterschaften ausgetragen. Um diese Zeit etablieren sich auch die verschiedenen bis heute noch gültigen Billardvarianten (Karambol, Pool, Snooker (Links zu Regeln), Englisch-Billard, Russische Pyramide, etc.) mitsamt Unterdisziplinen. Und in Baden-Württemberg gründet sich der „Billardclub Stuttgart 1891 e.V.“, der erste Verein Deutschland.

Der erste Billard-Dachverband im Südwesten wurde nach dem 2. Weltkrieg 1949 von Vereinen aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz aus der Taufe gehoben. Der „Billardlandesverband Südwest e.V.“ (BLSW) war ein reiner Karambol-Verband. 1980 zogen die Poolbillardspieler nach und gründeten die Pool-Billardverbände Rhein-Neckar, Württemberg und Bodensee, die sich sieben Jahre später zum „Pool-Billard-Landesverband Baden-Württemberg e.V.“ (PBLBW) zusammentaten. Am 17. Oktober 1998 fusionierten alle Unterverbände in einer Gründungsversammlung in Karlsruhe zum heutigen  „Billard-Verband Baden-Württemberg 1949 e.V.“ (BVBW). Zum ersten Präsidenten wurde der Mannheimer Prof. Karl Roßrucker  gewählt, der bis 2002 die Geschicke des Verbandes leitete. Ihm folgte Reinhard Reese bis 2012, aktuell steht Uwe Cordes an der Spitze des Verbandes.

Zu den wichtigsten Aufgaben des Verbandes zählt die Organisation des Ligaspielbetriebs in den drei Disziplinen von Kreisliga bis zur Oberliga (Mannschaftswettbewerbe), die Ausrichtung von Kreis-, Bezirks- und Landesmeisterschaften (Einzel- und Mannschaftswettberwerbe), die als Qualifikationsturniere für die Deutschen Billardmeisterschaften dienen, die Ausbildung von Billard-Spielern, Trainern und –Schiedsrichtern sowie die Jugendförderung. Außerdem vertritt der Landesverband die Interessen seiner Vereine deutschlandweit als Mitglied der „Deutschen Billard Union“ (DBU), die 1992 in der Essener Grugahalle gegründet wurde.

Heute gehört der BVBW zu den mitgliederstärksten Landesverbänden in Deutschland mit knapp 120 Vereinen und rund 2500 Mitgliedern.

Seit dem 5. Februar 1998 ist Billard olympische Sportart, gehört aber nicht zum olympischen Programm, worum sich der Weltdachverband des Billardsports WCBS über die „Association of Recognized International Sports Federations“ (ARISF) seitdem gegenüber dem IOC bemüht. Bei den World Games ist Billard seit 2001 in Akita, bei den Asienspielen seit 1998 in Bangkok sowie bei den Südost-Asienspielen seit 1987 in Jakarta vertreten.